Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“

Sie wollen Medizin studieren, haben aber keinen Studienplatz in Deutschland bekommen?
Sie können sich vorstellen, Hausarzt in Sachsen zu werden?
Dann gehen Sie mit uns nach Ungarn!
Wir finanzieren Ihr Studium!

In Sachsen fehlen bereits zum jetzigen Zeitpunkt Hausärzte. Dies trifft besonders auf die ländlichen Regionen zu. Obwohl das Interesse am Medizinstudium und am Arztberuf groß ist, reichen die Ausbildungskapazitäten in Deutschland bei Weitem nicht aus, um allen Abiturienten, die Arzt werden wollen, ein Medizinstudium zu ermöglichen.

Die KV Sachsen hat vor diesem Hintergrund das Modellprojekt „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ entwickelt, um dem Ärztemangel entgegenzuwirken. In den Studienjahrgängen seit 2013 werden jeweils 20 Studierende gefördert, die das Medizinstudium im deutschsprachigen Studiengang Humanmedizin an der Universität Pécs in Ungarn aufgenommen haben. Ihnen werden die Studiengebühren für die Dauer der Regelstudienzeit finanziert. Im Gegenzug verpflichten sich die geförderten Studierenden, im Anschluss an ihr Studium die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Sachsen zu absolvieren und für mindestens fünf Jahre als Hausarzt in Sachsen außerhalb der Städte Leipzig/Markkleeberg sowie Dresden/Radebeul tätig zu sein.

Um die hausärztliche Tätigkeit näher kennenzulernen, gehen die Studierenden während des Studiums eine Patenschaft mit einer Hausarztpraxis in Sachsen ein, bei der sie jährlich 12 Tage hospitieren.

Finanziert wird das Modellprojekt aus dem Strukturfonds zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in Sachsen, der paritätisch von der KV Sachsen und den sächsischen Krankenkassen getragen wird. Ab dem Studienjahr 2020/21 werden erstmals 40 Studienplätze an der Universität Pécs zur Förderung ausgeschrieben. Die Förderung der zusätzlichen 20 Plätze übernimmt das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

Nähere Informationen zum Ablauf des Bewerbungs- und Auswahlverfahrens finden Sie unter Fragen zum Förderprogramm.